Die Pflege von Malawisee Buntbarschen:
Grundsätzlich ist zu sagen, dass Cichliden aus dem Malawisee angenehme und robuste Pfleglinge sind. Die im Malawisee vorliegenden Wasserwerte sollten soweit wie möglich eingehalten werden.
(Wasserwerte Malawisee: pH 8,3; GH 4,5°dH; KH 6,6°dH; 25°C)
Ich kann daher jedem, der in die Aquaristik einsteigt, Malawisee Cichliden als Pfleglinge empfehlen.
Auch ein Anfänger (insofern er ein Becken von mind. 260 - besser 300l Fassungsvermögen besitzt) wird sehr viel Freude mit diesen lebensfrohen, lebendigen und farblich hoch attraktiven Fischen haben.
Kein Fisch verträgt es gut, wenn das Wasser zu unterschiedlich von dem seines Heimatbiotops ist. Besonders sollte bei Malawis darauf geachtet werden, dass der pH-Wert nicht unter 7,5 sinkt und die Karbonathärte mindestens 5° dKH beträgt. Selbstverständlich dürfen toxische Verbindungen wie z.B. Ammoniak oder Nitrit nicht nachweisbar sein.
In den meist recht dicht, im Gegensatz zum wirklichen Lebensraum unserer Chichliden, besetzten und wenig bepflanzten Malawi Aquarien sollte ein zwei-wöchentlicher Teilwasserwechsel von mind. 20% vorgenommen werden. Damit reduziert man die Wasserbelastung im Becken und führt gleichzeitig neue Spurenelemente zu. In dringenden Fällen, z.B. bei Vergiftungen durch zu hohe Belastungen durch Ammoniak oder Nitrit kann auch problemlos ein Wasserwechsel von 50% durchgeführt werden. Das Aquarium sollte auch gut belüftet werden um dem Wasser reichlich Sauerstoff für die Fische und den Bakterien im Filter zuzuführen.
Malawiseebarsche brauchen eine ordentliche Strömung. Bei kräftigen Filtern reicht diese meist aus. Eine zusätzliche Strömungspumpe kann aber nicht schaden, zumal sie eine weitere Filterfunktion übernimmt. Als Faustregel kann man sagen, dass die Strömung im Becken pro Stunde die ca. 5-fache Wassermenge des Beckens betragen sollte. Bei einem 500 l Aquarium also ist eine Strömung von 2.500 l/Std. erstrebenswert. Der Auslass der Pumpe(n) sollte so gewählt werden, dass die Wasseroberfläche gut bewegt wird um genügend Sauerstoff aufzunehmen. Es ist nicht immer ganz einfach den Auslass so zu justieren, dass der Bodengrund nicht aufgewirbelt wird.
Besondere Beachtung sollte man dem Futter für die Pfleglinge aus dem Malawisee schenken. Chichliden lieben abwechslungsreiches und gesundes Futter. Flockenfutter, Granulat, Sticks Futtertabletten, naturbelassenes Futter sowie Frostfutter sollte stets abwechslungsreich in der Futterauswahl zu finden sein. Auch selbst hergestelltes Futter wird gerne genommen. Mehr dazu auf der Futter selbst hergestellt Seite.
Die Einrichtung eines Malawibeckens
Viele der Zierfische aus dem Malawisee werden größer als 10 cm und haben einen dementsprechend großes Platzbedürfnis. Wird dies nicht erfüllt, neigen sie zu Aggression zu Artgenossen und / oder anderen Fischen.
Das Wasser des Malawisees ist auf Grund der großen Tiefe sehr sauber und keim arm, was bei der Pflege dieser Tiere eine nicht unerhebliche Rolle spielen sollte.
Wasserwerte: pH 8,3; GH 4,5°dH; KH 6,6°dH; 25°C
In jedem Fall empfiehlt es sich Steinaufbauten aus Kalkgestein, Lochgestein oder Flußgestein aus unseren Regionen in einem Malawibecken einzurichten, damit die Tiere Versteckmöglichkeiten finden können. Die verwendeten Stein sollten dazu aber vorher gründlich mit Wasser und Bürste gereinigt werden. Da es leicht zu Glasbruch kommen kann, wenn solche Aufbauten umstürzen, sollte man sich vorm Auffüllen mit Sand von deren Standhaftgkeit überzeugen und die Konstruktion notfalls noch mit Aquariumsilikon (der keine Chemikalien ausdünstet) sichern und verkleben.Auch eine Unterlage in Form von Styropor unter den Steinen ist hier sehr hilfreich gegen Beschädigungen am Beckenglas.
Zum Bepflanzen eines Malawibeckens eignen sich robuste Pflanzen, wie Anubias nana, Kongospeerblatt (Anubias congensis), Barters Speerblatt (Anubias barteri), Vallisneria spiralis, Hornkraut (Ceratophyllum demersum) und Javafarn (Microsorium pteropus). Dabei ist jedoch zu beachten, daß die Pflanzen durch Steine oder nicht zu feste Gummibänder vom Ausgraben durch die Fische zu schützen sind.